Modernismus in Bulgarien

Ausstellungsvorbereitung

Nach den Krisen des Ersten Weltkriegs befand sich Bulgarien in einem wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Umbruch. Da es im Land noch keine Architekturfakultät gab, studierten junge Menschen im Ausland – vor allem in Österreich, der Tschechoslowakei, Deutschland und Italien. Mit neuen Ideen und vielfältigen europäischen Einflüssen kehrten die jungen Architektinnen und Architekten nach Bulgarien zurück und verbanden diese geschickt mit nationalen Traditionen.

Durch den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs prägte dieser Stil das Stadtbild vieler bulgarischer Städte. In den ersten zwei Jahrzehnten des kommunistischen Regimes jedoch wurde der Modernismus als „bürgerlich“ verboten. Bereits vor der politischen Wende, vor allem aber danach, gerieten viele dieser Gebäude in Vernachlässigung. Es fehlt bis heute an einer Politik zur denkmalgerechten Restaurierung, und zahlreiche Häuser werden durch energetische Sanierungen verfälscht. Dadurch verlieren sie schnell ihr ursprüngliches Erscheinungsbild.

Die Idee dieser Ausstellung ist es, die ursprünglichen Konzepte der gezeigten Gebäude zu präsentieren, um das Publikum für diesen Stil und seine spezifischen Merkmale zu sensibilisieren. Absichtlich werden Beispiele aus dem ganzen Land gezeigt.

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Vault/Robust TU Berlin, Prof. Leibinger, 1st Prize Egon Eiermann 2013