Die alte Dieseleletrozentrale an der Donau

„Das Atelier“ ist ein praxisorientiertes Gruppenprojekt, das im Rahmen des zweijährigen Kurses an der École de Chaillot entstanden ist.
Es ist eine Zusammenarbeit von Zhara Kiryakova, Ivan Stoyanov, Lubomir Peytchev und Stephan Germanov.

Eine der ältesten dieselelektrischen Zentralen Bulgariens öffnete 1923 ihre Türen und versorgte die Stadt Vidin an der Donau mit Strom. Die Maschinen stammten ursprünglich aus Deutschland, später aus der DDR. Bis in die 1970er-Jahre war die Anlage in Betrieb, danach wurde sie stillgelegt. Nach der politischen Wende wurde das Gebäude teilweise bewohnt; seit rund 15 Jahren steht es jedoch vollständig leer und wurde mehrfach aufgebrochen.

Leider wird das industrielle Erbe in Bulgarien bis heute kaum wertgeschätzt – auch wenn sich das langsam zu ändern scheint: Vor einigen Jahren wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.

Mit unserer Recherche wollten wir zeigen, welche zentrale Rolle die Elektrozentrale für die Entwicklung der Stadt spielte und wie eng sie mit Vidin verbunden ist. Unsere Idee war jedoch nicht nur eine behutsame Restaurierung, die auf Authentizität setzt, sondern vor allem, dem Gebäude neues Leben einzuhauchen und das gesamte Areal zu beleben. Entstehen soll nicht nur ein Museum, sondern ein Ort, an dem sich die Menschen gerne treffen.

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